Heil – vom Koma zum Amok

PRESSETEXT

Heil - vom Koma zum AmokSigi Heil feiert seinen fünfundsechzigsten Geburtstag.
Allein.
Glückwunschkarten bleiben aus, das Telefon stumm, der Gabentisch leer.
Nur ein kleines Couvert liegt auf dem Tisch.
Noch ungeöffnet.
Und Sigi tut das, was er ein Leben lang gemacht hat.
Er zerquetscht eine Fliege und feiert sich selbst, spielt sich seine eigene Geburtstagsfeier vor.
Die fehlenden Gäste, die ausgefallenen Festredner.
Gratulanten treten auf.
Ein Geistlicher.
Ein Bundeswehrkamerad.
Seine Ex.
Alle lädiert.
Humpelnd.
Mit Augenklappe.
Arm in der Schlinge.
Die Lebenssumme ist ernüchternd.
Außer Nasenbeine brechen, Trommelfelle platzen lassen, Katzen vergiften und Singvögel schießen hat er in seinem Leben nichts wirklich gekonnt.
Gewalt!
Aber ist das nicht auch eine Gabe?
Ein Talent?
Er trinkt sich das Elend schön.
Im Vollrausch öffnet er feierlich das Couvert.
Es ist sein Rentenbescheid.
Die Büchse der Pandora.
Was dann folgt ist nichts Geringeres als das Ende der Welt.